Frauenkampftag Koblenz Bahnhof 08.03.2020, 14 Uhr

Demonstration am Frauen*kampftag (08. März)  Auf die Straße gegen kapitalistische Ausbeutung, weltweiten Rechtsruck, zerstörerische Klimakrise und sexuelle Gewalt – für die vom Patriachat befreite Gesellschaft.  

Koblenz Bahnhofsvorplatz II 14 Uhr II   

Durch gesellschaftliche Desaster, wie die weltweite Ausbeutung und Diskriminierung von Frauen*, sehen wir uns gezwungen, ein positives, kämpferisches Zeichen zu setzten. Wir wollen auf diese Missstände aufmerksam machen und ihnen entgegen wirken! – Es wird Zeit mehr zu demonstrieren! Als Antifa-Koblenz rufen wir genau dazu hiermit auf! Wir wollen aufmerksam machen und aufschreien, laut und entschlossen auf die Straßen von Koblenz ziehen & dem Patriachat ein Anfang vom Ende bereiten.Unterstützt diesen Aufruf, meldet euch wenn ihr einen Beitrag zur Demo leisten wollt (Reden schreiben & halten, Ordner*innen sein, Transpis malen, Kinderbetreuung mitorganisieren, etc.), schreibt uns für Kritik oder Fragen die offen bleiben, unterstützt alle Initiativen, Vereine, Frauen*häuser die sich für den Schutz und support von Frauen* einsetzen, teilt den Aufruf , der in den nächsten Tagen veröffentlicht wird & vor al l em : K ommt am 08. März gemeinsam mit uns auf die Straße !  Über Rückmeldung wird sich gefreut !   

Warum das Ganze? – Aufruf der Antifa Koblenz: Für einen feministischen Antikapitalismus- für einen antikapitalistischen Feminismus! Zusammen denken, was zusammengehört. 

Für die Rechte von Frauen* auf die Straße zu gehen , bedeutet für uns besonders für die Rechte ALLER Frauen* auf die Straße zu gehen und nicht nur den weißen, privilegierten Deutschen Frauen* eine größere Chance auf angenehme Führungspositionen zu verschaffen , sondern vor allem Denen eine Stimme zu geben , die kaum eine Chance dazu haben gehört zu werden. Der Kapitalismus ,mit all seinen rücksichtslosen Auswirkungen , trifft hauptsächlich Migrant*innen in westlichen Ländern und nahezu alle Frauen* im globalen Süden.Armut wird immer mehr zur Gefahr und ist deshalb im globalen Süden auch heute noch tödlicher und ausbeuterischer als in Europa, weil (ex-) kolonialistische Nationalstaaten ihren Hals auch in Zeiten von „Sozialstaaten“ & „Menschenrechten“ nach wie vor nicht voll bekommen können und lieber vom Geschäft mit dem Leid von hunderten von Millionen Menschen Profit schöpfen. Ekelhaft!  

Dem weltweiten Rechtsruck entgegentreten – Antifeminist*innen bekämpfen

Der weltweite Rechtsruck ist von e in em Horrorszenario zur Alltagsrealität geworden . Auf allen Kontinenten sind Rechtspopulist*innen im Aufstieg und in unzähligen Regierungen an der Macht.Antifeminismus, der Kampf gegen die Gleichstellung und Rassismus sind gemeinsamer Nenner der neuen und alten Rechten und fester Bestandteil von konservativer bis hin zu rechtsradikaler Ideologie. Für uns ist klar, dass Feminismus nur antirassistisch geht und nie auf Kosten von Ausgegrenzten stattfinden darf. Emanzipation und Kampf dem Patriachat bedeutet für uns also auch den Antifaschistischen Widerstand gegen Faschist*innen zu bestreiten.  

Wen die Klimakrise am härtesten trifft?  -Den Globalen Süden und seine weibliche* Bevölkerung 

Mit jedem Tag treten mehr Menschen weltweit für Klimagerechtigkeitein . Mit Fridays for future weltweit und Ende Gelände in Deutschland (und vielen, vielen anderen großartigen Bewegungen) sind in den letzten Jahren feministische Klimagerechtigkeitsbewegungen entstanden, die versuchen die Zerstörung der Erde zu stoppen.  Trotzdem sind die aktuellen F olgen verheerend und treffen wieder vorwiegend Frauen*.  Bei Katastrophen haben häufig die, die sich um Angehörige kümmern, weniger Zugang zu Frühwarnsystemen undFluchtmöglichkeiten, verlieren ihre Existenzgrundlage und sind in Folge dessen vermehrt  von sexueller Gewalt betroffe. Bei Todesfällen sind es vor allem arme Frauen* die in den Statistiken auftauchen. Wir wollen in einer Welt leben, in der wir nicht auf Kosten von Menschen im globalen Süden für einen vermeintlichen Wohlstand die Grundlagen unseres Lebens zerstören.  

Gegen jede Form von Sexismus und sexualisierter Gewalt

Wir sind parteiisch mit allen Frauen*, die Sexismus und sexuelle Gewalt erleiden und solidarisch mit allen , die dagegen aufstehen und kämpfen. Fast 50 % aller Frauen* in Deutschland haben in ihrem Leben Erfahrungen mit sexueller Gewalt machen müssen. In vielen Ländern der Welt sind die Zahlen noch höher. Gewalt und Hass gegen Frauen* , teilweise bis zum To d , wird täglich ausgelebt. Die Täter sind fast immer Männer*. Das patriarchale System und seine Denkweisen haben ihre Politik des Feminizids im 21. Jahrhundert noch mehr vertieft. Frauen* müssen sterben, weil sie das „falsche“ Geschlecht haben. Wir haben es satt und wehren uns! 

Diskriminierung und Unterdrückung durch Solidarität entgegenwirken !

  All diese Formen der Gewalt sind nach dem „Europäischen Übereinkommen zur Bekämpfung und Verhütung von Gewalt gegen Frauen* und häusliche Gewalt“ Menschenrechtsverletzungen und für alle Frauen* und Mädchen*, egal welchen Alters oder welcher Herkunft, eine reale Bedrohung.Doch die Antwort darauf lautet weltweit Widerstand und Solidarität. Tun wir uns zusammen, um uns gegen die Gewalt zu wehren. Wir entwickeln und leben feministische Formen des Zusammenlebens und erstreiten uns Freiräume und Utopien. Egal wie hart und beschwerlich der Weg dahin auch sein mag.Ni una menos – nicht eine weniger! – fordern wir in der lateinamerikanischen Bewegung und stellen uns gegen den Feminizid, den Mord an Frauen* und Mädchen wegen ihres Geschlechts. Jin, Jiyan, Azadî – Frauen*, Leben, Freiheit! – rufen wir in Kurdistan und verbinden die Befreiung der Frau mit ökologischen und basisdemokratischen Zielen und Kämpfen, um die ganze Gesellschaft zu verändern.Wir kämpfen also am internationalen Frauen*kampftag – und an jedem anderen Tag – gegen die Gewalt an Frauen*, für eine Kollektivierung der Hausarbeit, gegen Sexismus, gegen Rassismus, gegen die Illegalisierung von Migrantinnen, für mehr Lohn und mehr Freizeit und vieles mehr … Kurz: Wir kämpfen für ein gleichberechtigtes und selbstbestimmtes Leben in einer Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung.   

Heraus zum Frauen*kampftag!Koblenz 8. März II 14:00 Uhr II Bahnhofsvorplatz    

Was bedeutet das Sternchen*? Zum einen soll es verdeutlichen, dass hinter Begriffen wie Frau* und Mann* äußerst differente Menschen und eine Vielzahl an (geschlechtlichen) Existenzweisen stehen. Zum anderen werden Frauen* und Männer* hierbei nicht als biologische Tatsachen, sondern als konstruierte – aber gleichzeitig wirkmächtige Kategorien verstanden. Dementsprechend wurde die Bezeichnung Frau* verwendet und ein Sternchen hinzugefügt, um die Vielfalt des Begriffs und die jeweiligen unterschiedlichen gesellschaftlichen Positionen zu ergänzen.

Bin ich erwünscht als Mann* ?Ja bist Du bei uns solange du dich als Feminist begreifst.Solidarische Männer* sind auf unserer Demonstration gerne gesehen, werden jedoch gebeten sich zurückzuhalten.